Frankfurt, Stadt der Geister

Darf ich vorstellen? Das ist der Cityghost. Eine meiner liebsten Frankfurter „Sehenswürdigkeiten“.

CityGhost_Bockenheim

Und wo bekommt man diese markante Gestalt zu sehen? Praktisch überall. Das ist das Wunderbare. Denn Frankfurt ist in „Geisterhand“. Auf Häuserwänden, Schildern, Rollläden, Bordsteienen, Gullideckeln, Stormkästen, Mülleimern … Es gibt Hunderte, ach was, es gibt Tausende kleine und große Geister, aufwendig gestaltete und schnell dahingesprühte, verteilt in allen Winkeln der mal mehr, mal weniger verwinkelten Stadt.

CityGhost

Der Cityghost des Streetartist Spot, lässt die eiligen Stadtbewohner, die Augen für ihn haben, für einen Moment, manchmal nur für eine Sekunde aufschauen, schmunzeln oder sich einfach fragen: „Schon wieder einer. Verfolgt mich dieser Kerl?“ Denn hat man erst einen Ghost entdeckt, bemerkt man garantiert ganz plötzlich auch seine vielen Artgenossen. Es ist wie ein Spiel. Ich laufe durch die Stadt und irritiere meine Begleiter mit Ausrufen wie: „Schau, ein Geist! … Da noch einer!“ Jeder ist gleich und doch immer ein bisschen anders. Dick, dünn, mit kleinen spitzen Zähnen, einem spöttischen oder schelmischen Lächeln, grün, blau, orange oder transparent. Jeder ein kleines Individuum, jeder ein Klecks in der Stadtlandschaft, der da eigentlich nicht hingehört und genau deshalb perfekt reinpasst.

CityGhost_Bornheim

Ich bin froh über diesen ganz besonderen Stadtbewohner, der alle die ihn schätzen zu „Ghostbustern“ werden lässt. Nicht um ihn loszuwerden, sondern um ihn einfach zu finden und dann vielleicht auf  Fotos, in Geschichten oder Blog-Einträgen einzufangen. In diesem Sinne: „I ain’t afraid of no ghosts.“

CityGhost Nordend