LitBlog Convention 2016 in Köln – mein Rückblick

Für interessante Begegnungen der literarischen Art ist mir kein Weg zu weit und der nach Köln schon gar nicht. Also bestieg ich Anfang Juni zusammen mit Isabella von novellieren den Zug von Frankfurt nach Köln, um an der ersten LitBlog Convention teilzunehmen – einer Bloggerkonferenz, die gemeinsam von den fünf Kölner Verlagen DuMont Buchverlag, DuMont Kalenderverlag, Kiepenheuer & Witsch, Bastei Lübbe und Egmont LYX/INK organisiert wurde. Im imposanten Gebäude von Bastei Lübbe trafen ca. 150 Bloggerinnen und Blogger sowie die Mitarbeiter der Verlage aufeinander, wobei letztere zuvor in monatelanger Planung ein abwechslungsreiches, literarisches Programm  zusammengestellt haben.

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Willkommen auf der LitBlog Convention in Köln

Was steht auf dem Programm?

Nach einer Begrüßung hatte jede(r) TeilnehmerIn die Möglichkeit an bis zu vier ca. 45-minütigen Workshops mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten teilzunehmen, bei der AutorInnen, ÜbersetzerInnen, IllustratorInnen, VerlegerInnen, VerlagsmitarbeiterInnen und andere Köpfe der Literaturszene als Speaker auftraten. Es fanden immer vier Veranstaltungen parallel statt. Ich hatte mir schon vorab meine favorisierten Sessions rausgesucht und glücklicherweise in jedem Workshop noch einen freien Platz für mich gefunden.

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Autoren im Gespräch: Jan Brandt, Isabel Bogdan, Frank Schätzing

Workshops mit Jan Brandt, Frank Schätzing und Isabel Bogdan

Unter dem Motto „Die vielleicht wahnsinnigste Metropole der Welt – Literarischer Städtebau“ sprach Autor Jan Brandt mit Lektor Jan Valk über sein im September 2016 erscheinendes Buch „Stadt ohne Engel. Wahre Geschichten aus Los Angeles“ (DuMont), aus dem er hier auch erstmals öffentlich vorlas.

Bestseller-Autor Frank Schätzing und sein Verleger Helge Malchow von Kiepenheuer & Witsch fragten sich hingegen bei einer weiteren Session „Gibt es ein Rezept für Bestseller?“, bei der der Autor verriet, dass die Idee für „Der Schwarm“ ihm im Traum gekommen sei, in dem er über den Ozean schwebte und einen Schwarm von Fischen sah.

Die wunderbare Autorin, Übersetzerin und Bloggerin Isabel Bogdan sprach mit Lektorin Helga Frese-Resch von Kiepenheuer&Witsch im Workshop mit dem Titel „Mit anderen Worten“ über die Arbeit als Übersetzerin und die Frage: Woran erkennt man eine gute Übersetzung? („Eine gute Übersetzung ist ein guter deutscher Text.“) Ein sehr inspirierendes Gespräch, bei dem Bogdan feststellte, dass in Rezensionen oft vergessen wird die Leistung der Übersetzungen zu würdigen. Seltsam, schließlich „hört“ man bei literarischen Übersetzungen nicht den Originalton des Erzählers sondern den des Übersetzers. Wenn man also die Sprache des übersetzten Textes lobt, sollte man den Übersetzer nicht ignorieren. Besonders schön fand ich Bogdans Gedanken, dass ein Übersetzer so manches mit einem Schauspieler gemeinsam hat: Er legt seine Seele in den Text  und kann das Beste aus einem schlechten Text rausholen oder eben andersherum, wenn es schief geht.

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Anette Weber & Ursula Gräfe

Wonach riecht Murakami? Gespräch mit Übersetzerin Ursula Gräfe

Und dann gab es noch den Workshop mit dem merkwürdigen Titel „Wonach riecht Murakami?“ – einer Anspielung auf den Vorwurf einiger (japanischer) Literaturkritiker an den Autor Haruki Murakami, seine Texte „riechen nach Butter“, also nach dem Westen oder seien gar „geruchlos“. Die fabelhafte Übersetzerin von Murakami (vom Japanischen ins Deutsche) Ursula Gräfe und die Lektorin bei DuMont Annette Weber fragten sich im Workshop: Wieviel hat dieser Vorwurf möglicherweise auch mit den Übersetzungen der Romane zu tun?

Der Workshop begann mit einem Videoeinspieler aus dem Jahr 2000. Einem Ausschnitt aus dem legendären „Literarischen Quartett“, bei dem ein unerbittlicher Streit über Murakamis Roman „Gefährliche Geliebte“ ausbrach, der schließlich sogar zur Auflösung des Quartetts führte. Während Marcel-Reich Ranicki und Hellmuth Karasek sich absolut begeistert zeigten von dem Werk („Das Buch ist von ungewöhnlicher Zartheit!“, Zitat Ranicki.) bezeichnete Siegrid Löffler den Roman als „literarischen Fastfood“ und bemängelte seinen sprachlichen Stil. Im Rahmen der Sendung wurde ebenfalls thematisiert, dass der Roman nicht besonders „japanisch“ wirke und der nicht ganz stimmige Ton möglichweise etwas damit zu tun habe, dass der Text aus dem Amerikanischen und nicht dem Japanischen übersetzt wurde – somit die Übersetzung einer Übersetzung sei. Vielleicht hatte Frau Löffler daher in puncto Sprache und Stil doch den richtigen Riecher gehabt, stellte Ursula Gräfe nach dem Clip fest.

Der Ruf nach einer Neuübersetzung wurde lauter. 2013 übertrug Ursula Gräfe daher den Text aus dem Japanischen ins Deutsche, unter dem Titel „Südlich der Grenze, westlich der Sonne“ und gab ihm einen neuen Sound, der von dem ersten Übersetzung abwich. Zuvor hatte man nahezu alle Texte von Murakami („Mister Aufziehvogel“ gehört nicht dazu) von Ursula Gräfe aus dem Japanischen übersetzen lassen – mit großem Erfolg. Denn Gräfe hat meiner Ansicht nach, einen unvergleichlichen Erzählstil geschaffen, der eine magisch-ruhige Atmosphäre beim Lesen heraufbeschwört, einen großen Wiedererkennungswert hat und der mitverantwortlich ist, für den großen Sog den Murakamis Bücher auf mich ausüben.

Wir verglichen im Workshop  Passagen aus der neuen und alten Übersetzung und waren erstaunt über die großen Unterschiede, die sich nicht unwesentlich daraus ergaben, dass der „alte“ Text an vielen Stellen „einamerikanisiert“ wurde – ein nicht unübliches Vorgehen, um einen Text für den amerikanischen Markt leichter „verdaulich“ zu gestalten, z. B. durch Weglassungen und Anpassungen. Diese fanden somit auch in der ersten, deutschen Übersetzung Einzug in den Text. Ursula Gräfe erläuterte hingegen wie viel Wert sie darauf lege, den subjektiven Stil des Autors auch bei der Übersetzung zu erhalten.

Sputnik auf Twitter    Man muss die Stimme eines Autors beim Übersetzen bewahren.   lbc16 Spannendes Gespräch mit U. Gräfe   A. Weber  Murakami

Das sei bei einer Übertragung aus dem Japanischen, aber wahrlich keine sehr leichte Aufgabe. Da die Sprachen Deutsch und Japanisch sehr unterschiedlich „funktionieren“, versucht sie vor allem auch die Atmosphäre eines Buches bei der Übersetzung einzufangen. Aktuell arbeitet Ursula Gräfe, so plauderte Sie aus dem Nähkästchen, an der Übersetzung eines neuen Murakami-Romans, der voraussichtlich 2018 erscheinen wird. (Ich kann es nicht erwarten!)

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass ich begeistert war von dieser ersten LitBlog Convention. Ich empfinde es als sehr positive Entwicklung, dass Literaturblogger, Verlage und Literaturschaffende im Rahmen einer solchen Veranstaltung nicht nur virtuell sondern auch ganz buchstäblich näher rücken, sich gegenseitig inspirieren, sich vernetzen und Aufmerksamkeit schaffen für das Wahre, Schöne, Gute: für die Literatur, in all Ihren Facetten.

Wenn Ihr noch einen Eindruck in bewegten Bildern von der LitBlog Con haben möchtet, das Veranstaltungsteam hat einen eigenen filmischen Rückblick kreiert. Film ab!

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Auf den Spuren von Nessie – ein Reisebericht

So schön Frankfurt auch ist, ich liebe es zu verreisen. Vor kurzem zog es mich nach Schottland und ich begab mich auf die Spuren des Ungeheuers von Loch Ness. Über meine Reiseerfahrungen berichtete ich in einem Gastbeitrag im Blog von Loch Ness bei Jacobite (in Englisch und Deutsch) –  den ich auch gerne auf meinem Blog teile:

Edinburgh_view  Calton Hill

Alle haben gesagt, es würde regnen in Schottland. Als ich das Flugzeug von Frankfurt am Main nach Edinburgh bestieg, war ich bestens ausgerüstet mit Regenjacke und Schirm – für alle Fälle. Dennoch war mir von vornherein klar, dass mir ein paar Regentropfen, die lang ersehnte Reise nach Schottland nicht verderben würden. Ich bin ja nicht aus Zucker! Und doch sollten alle Unrecht behalten. Denn Edinburgh begrüßte mich mit strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen, die sich auch den Rest des Aufenthaltes halten sollten.

Ich verliebte mich sofort in Edinburgh, die Atmosphäre, Architektur und die kleinen, geschichtsträchtigen Gassen, die „Closes“ genannt werden. Ich erkundete das Edinburgh Castle und warf einen Blick auf die Kronjuwelen Schottlands, bestieg tapfer Arthurs Seat und wurde mit einer atemberaubenden Aussicht belohnt, begab mich unter die Stadt im Mary King‘s Close und trank schottisches Bier im Pub „Dr. Jekyll & Mr. Hyde“. Das Pub in der New Town huldigt mit seiner, an ein altes Labor erinnernden Einrichtung und den hinter einem Bücherschrank versteckten Toiletten, dem literarischen Helden Dr. Jekyll aus Robert Louis Stevenson Klassiker.

Writers Museum Edinburgh

Natürlich konnte ich mir als großer Bücherfan einem Besuch im Writers Museum nicht entgehen lassen, in dem sich interessante Exponate aus dem Leben der zwei großen Edinburgher Dichter Stevenson und Walter Scott befinden. In dem Museum stieß ich auch auf ein Zitat Stevensons, dass nicht nur seine, sondern auch meine Reiseleidenschaft gut beschreibt: „For my part, I travel not to go anywhere, but to go. I travel for travel’s sake. The great affair is to move.” Und ich wollte mich bewegen  – noch weiter in das Landesinnere, auf die Spuren des sagenhaften Ungeheuers von Loch Ness.

Ein Highlight meines Aufenthalts in Schottland stellte  die Busreise mit den Timberbush Tours dar, die mich nach Loch Ness bringen sollte, wo ich mit  Loch Ness by Jacobite eine  Rundfahrt auf dem See erleben sollte.

Eine Strecke von insgesamt 600 km lag vor mir, als ich morgens, an einem schönen Tag im Mai, den Bus bestieg und sogleich von unserem Guide Paul begrüßt wurde, der mit seinem sonnigen Gemüt nicht nur für gute Laune während der Reise sorgte, sondern allen Reisenden auch sehr unterhaltsam jede Menge wissenswerter Informationen und spannender Geschichten vermittelte – z. B. über Legenden der schottischen Geschichte, wie William Wallace, Rob Roy oder auch Maria Stuart, die Königin von Schottland. Von ihm lernte ich auch, dass „Loch“ das gälische Wort für See ist, dass ein „Glen“ ein Tal ist, „Ben“ ein Berg und „Dun“ eine Burg. Gut zu wissen, wenn man in Schottland ist.

Paul Timberbush Tours

Unsere Reise führte uns vorbei an Stirling und dem Doune Castle, in dem in der Vergangenheit auch Dreharbeiten zu der Serie Game of Thrones stattgefunden haben. In Kilmahog machten wir einen kleinen Zwischenstopp und hatten unsere erste Begegnung mit Schottischen Hochlandrindern.

highland cow_

Wir fuhren durch eine Landschaft, die geprägt ist durch dichte Wälder, aufragende Gipfel und zahlreiche Seen, vorbei am Rannoch Moor bis zum Glancoe. In dem berühmten Tal der schottischen Highlands, machten wir Halt, um Fotos zu machen von dem berühmten Gebirgszug, den sogenannten „Drei Schwestern“ und die beeindruckenden Aussichten in uns aufzusaugen.

Glencoe

Unser Mittagessen nahmen wir ein in der Stadt Fort William (es gab Haggis!), die am Ufer des Loch Linnhe liegt, bevor wir weiterreisten zum höchsten Berg Großbritanniens Ben Nevis, ein Name der übersetzt etwa „Berg mit dem Kopf in den Wolken“ lauten könnte, wie der fachkundige Paul verriet. Vorbei an der Stadt Fort Augustus, die am südlichen Ende von Loch Ness liegt, eröffneten sich uns nun erste Einblicke auf den sagenumwobenen See Loch Ness.

Loch Ness

Der langgezogene See ist etwa 37 km lang, aber nur 1,5 km breit. Er ist nach Loch Lomond der zweitgrößte See Schottlands, hat aber aufgrund seiner Tiefe das größte Wasservolumen aller schottischen Seen. (Der tiefste See ist allerdings Loch Moror, wie uns Paul aufklärte.)

Wir haben eine Fahrt auf dem „Loch Ness by Jacobite“-Schiff unternommen und ich kann sie jedem Besucher des Sees wärmstens empfehlen, um in die dunklen Tiefen des Sees zu blicken und die herrliche Landschaft drum herum in seiner vollen Schönheit wahrzunehmen.

Jacobite cruise

Vielleicht löst die Tiefe des Loch Ness in den Menschen das Gefühl aus, irgendetwas Fremdes, Unheimliches lebe in den Gewässern – ein Seeungeheuer! Das glaube ich natürlich nicht, aber Loch Ness bietet seinen Besuchern ungeheuerlich schöne Aussichten und ist ein Beispiel dafür, welch große Kraft Geschichten haben können, wie sie sich mit den Jahren weiterentwickeln und ihrer jeweiligen Zeit anpassen. Denn es gibt vielleicht durchaus Touristen, die Loch Ness vor allem einen Besuch abstatten in der Hoffnung einen Blick auf das Ungeheuer mit dem Namen Nessie zu erhaschen. Ich kann sagen, Loch Ness ist selbstverständlich auch ohne Nessie jede Reise wert – aber die Vorstellung eines Ungeheuers in den Tiefen des Sees ist sehr schmackhafte Nahrung für die Phantasie.

Urquhart Castle

Am Loch Ness gelegen ist außerdem die beeindruckende Burgruine von Urquhart Castle, die wir ebenfalls besichtigt haben. Über ihre wechselvolle und spannende Geschichte kann man sich im dazugehörigen Besucherzentrum informieren.

Auf dem Rückweg nach Edinburgh, passierten wir die Stadt Inverness, die Hauptstadt der schottischen Highlands und machten einen letzten kurzen Stopp in der hübschen, viktorianisch geprägten Stadt Pitlochry. Die Reise nach Loch Ness samt Schifffahrt war ein wunderbares Erlebnis – nicht nur wegen der vielen großartigen Orte, die wir besucht haben, sondern auch wegen unseres kompetenten und liebenswürdigen Guides Paul, der jeden Ort mit seinen Erzählungen für uns noch lebendiger gemacht hat. Danke!

#bookupDE bei der Frankfurter Verlagsanstalt.

#bookupDE

Die letzten Wochen waren ereignisreich und so hänge ich mit der Berichterstattung in meinem Blog bei einer Veranstaltung ganz schön hinterher. Dennoch – besser spät als nie. Ich möchte Dir von einem ganz besonderen literarischen Event erzählen. Vor genau einem Monat habe ich mein erstes #bookupDE besucht. Es fand in der Frankfurter Verlagsanstalt, die im Frankfurter Westend beheimatet ist, statt und war für mich als Bücherwurm ein großartiges Ereignis.

#bookupDE – Online trifft Offline, Baby!
Die Veranstaltungsreihe #bookupDE wurde von Stefanie Leo ins Leben gerufen, Betreiberin der Webseite Bücherkinder und des Blogs Lesen/Leben/Lachen. Die Idee von #bookupDE lautet wie folgt: Buch- und netzaffine Menschen treffen sich zu einem bestimmten Termin an einem Ort, der unmittelbar mit Büchern zu tun hat, beispielsweise also in einer Buchhandlung, Bibliothek oder einem Verlag. Vor Ort werfen sie gemeinsam einen Blick hinter die Kulissen und begleiten die Veranstaltung medial – auf Twitter, Facebook oder im eigenen Blog mit dem Hashtag #bookupDE. Das Motto der Veranstaltung lautet somit auch: „Handy raus, statt Handy aus!“ Ganz genau beschreibt Stefanie ihre Idee hier auf Ihrem eigenen Blog. Das Zusammentreffen in der Frankfurter Verlagsanstalt war bereits das 25 #bookup-Treffen. Ich bin der Meinung, Stefanie hatte da eine ziemlich fabelhafte Idee. Und das sehen wohl viele so. Denn die Facebook-Gruppe von #bookupDE hat inzwischen bereits 610 Mitglieder.

Save the date. FVA goes bookupDE.
Als Isabella vom Blog Frankfurt in der Literatur mir von der Veranstaltung erzählte, war ich spontan Feuer und Flamme und meldete mich an. Zum einen, weil mir das #bookupDE Konzept gefällt und zum anderen, weil die Frankfurter Verlagsanstalt ein sehr interessantes Verlagsprogramm ihr eigen nennt. Also, nichts wie hin.

Es wurde ein toller Abend und eine ganz neue Erfahrung. Denn obwohl ich mich als sehr netzaffin bezeichnen würde, komme ich mir zugleich extrem unhöflich vor, wenn ich während einer Veranstaltung, wie selbstverständlich mein Handy hervorkrame und plötzlich etwas reintippe. In dieser Hinsicht musste ich mich wirklich etwas überwinden. Aber, Motto ist Motto. Und das Netz an dem Ereignis teilhaben zu lassen war ja auch der Plan. Also – ich habe es versucht. Auf Twitter konnte man das Ereignis ganz einfach mitverfolgen. Wie das aussah, lässt sich in diesem Storyfy anhand der Tweets rekonstruieren und noch einmal erleben.

#bookupDE @FrankfurterVA TobiGeschichten aus der FVA und Lesung aus „Alles ist jetzt“.
Zunächst einmal wurden wir sehr herzlich von dem Verlagsteam begrüßt. Die Verpflegung war klasse, die MitarbeiterInnen sehr sympathisch. Häppchen, Wasser, Wein – an alles wurde gedacht. Schätzungsweise waren 20 Teilnehmer vor Ort, die gegen 18:30 Uhr von der Pressereferentin Franziska Hedrich noch einmal offiziell begrüßt wurden. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde hatte der Verleger Joachim Unseld das Wort und erzählte mehr über die Philosophie des Verlags sowie seine Bücher und Autoren, zu denen übrigens auch der Frankfurter Autor Bodo Kirchhoff gehört.
Nebenbei verriet Joachim Unseld, dass der Verlag ca. 1.500 unaufgefordert eingesandte Manuskripte jährlich erhält. Eine stolze Zahl! Sicher ist es nicht leicht hier die besonderen Perlen herauszufischen.

Auf diesem Stapel lag auch einst das Manuskript von Julia Wolf zu „Alles ist jetzt“. Die junge Autorin, deren Roman kürzlich mit dem Kunstpreis der Lotto Brandenburg 2015 ausgezeichnet wurde, war vor Ort, las eine längere Passage aus Ihrem Werk vor und hat mich damit sehr neugierig gemacht. Das Buch „Alles ist jetzt“ erzählt die Geschichte einer Frau, die gegen ihre inneren Dämonen kämpft. Handlungsorte sind Frankfurt und New York. Meine zwei liebsten Städte. Noch ein Grund mehr es zu lesen. Danach beantwortete Julia Wolf unsere Fragen.

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Nach der Lesung durften sich alle Teilnehmer noch in den Verlagsräumen umschauen. Es wurden interessante und lustige Gespräche geführt. Ich habe mich gefreut, auch Mara vom Blog Buzzaldrins Bücher, den ich so gerne lese, persönlich zu treffen, Katerina von modelmum und so viele mehr. Es wurde ein schöner, kommunikativer und laaanger Sommerabend auf dem Balkon der Frankfurter Verlagsanstalt, an den ich mich sicher immer wieder sehr gerne zurückerinnern werde. Vielen lieben Dank dafür!

Sputnik (@SputnikFfm) - Twitter bookupDE

Blogger Breakfast in Wiesbaden.

Blogger Breakfast Wiesbaden

Heimathafen gesucht.
Samstag, 11. Juli 2015, 10 Uhr. Angekommen in Wiesbaden. Ortsunkundig schlendere ich die Karlstraße runter, im Schlepptau mein Laptop, leicht aufgeregt aber voller Vorfreude. „Entschuldigen Sie, ich suche den heimathafen“, spreche ich vorsichtshalber die ältere Dame mit Pudel an, die mir entgegen kommt. „Ach, da sind Sie ganz nah. Einfach noch ein Stückchen geradeaus“, entgegnet sie mir freundlich. Hervorragend, ich wünschte alle Heimathäfen im Leben wären so leicht zu finden. Ich bin auf dem Weg zum Blogger Breakfast. Meinem ersten Blogger Breakfast. Drei Minuten vergehen und schon begrüßt mich ein Schild vor dem Lokal: „Willkommen im heimathafen!“ Meine Mundwinkel ziehen sich nach oben. Das fängt gut an.

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Frühstücken. Netzwerken. Inspiration.
Ins Leben gerufen wurde das Blogger Breakfast von Giovanna vom Stadtblogozin, die auch Organisatorin der Treffen ist. Am Samstag fand das Treffen (#bbreakfast) bereits zum vierten Mal statt.
Einmal im Quartal haben BloggerInnen aus dem Rhein-Main-Gebiet hier die Möglichkeit sich zu vernetzen, auszutauschen und sich über Fragen und Themen rund ums Bloggen zu sprechen. Blogger bieten für Blogger außerdem Impulsvorträge oder kleine Workshops zu unterschiedlichen Themen an. Eine großartige Idee von Giovanna und eine schöne Möglichkeit andere BloggerInnen aus der Region persönlich kennenzulernen und neue Impulse für sich mitzunehmen. Da sagt noch einer, Bloggen würde einsam machen! Pah, von wegen. Das Gegenteil ist der Fall. Ich wollte sofort dabei sein.

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Treffen sich 20 BloggerInnen und … haben eine gute Zeit!
Der heimathafen Wiesbaden, Coworking Space und Café, war nun schon zum zweiten Mal die Heimat des Bloggertreffens. Ich fühlte mich in der modernen und zugleich gemütlichen Location im Bruchteil einer Sekunde wohl. Erst recht, da man sofort auf lächelnde Gesichter traf und extrem schnell miteinander ins Gespräch kam. Insgesamt waren 19 Bloggerinnen und 1 Blogger anwesend.
Mode, DIY, Interior, Food, Spiele, Architektur, Stadtleben, Urban Gardening und, und, und … so viele Themen, so viele Leidenschaften, so viele fabelhafte Blogs und kreative Menschen, die dahinter stehen. Jeder Blog hat seine eigene Geschichte. Und jede davon ist es wert, erzählt und gehört zu werden.

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Blogger Relations.
Zwischendrin steuerte ich einen Vortrag zum Thema Blogger Relations, also der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Blogs, bei. Die Präsentation dazu kannst Du hier downloaden, wenn Du magst.

Dann wurde weiter geschnackt, es wurden Visitenkarten ausgetauscht und natürlich gefrühstückt. In dem Raum herrschten ein Rauschen und eine Atmosphäre wie in einem sehr gut gelaunten Bienenstock! Bei all diesem angenehmen Trubel habe ich nur leider ganz vergessen, noch mehr Fotos zu knipsen. Aber egal – das nächste Mal! Denn ein nächstes Mal wird es sicher geben. Es war toll dabei zu sein und so viele nette BloggerInnen kennenzulernen. Danke für den wunderbaren Vormittag.

In Giovannas Blogbeitrag zum Treffen findest Du übrigens eine Übersicht über alle BloggerInnen, die dabei waren und weitere Fotos. Wenn Du auch bloggst und gerne das nächste Mal dabei sein möchtest, dann erfährst Du hier alles zur Anmeldung.

Unterstützt wurde das Treffen von dem heimathafen, Senseo Capsules und der Feinen Billetterie. Merci!

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