Fahrt ins Blaue.

Das Tuten des alten Zuges, reißt mich aus meinen Gedanken. Wie eine Fatamorgana fährt der Oldtimerzug gemächlich an uns vorbei und macht Halt am Eisernen Steg. Wir steigen einfach ein. Statt nach Hogwarts geht es zur Europäischen Zentralbank, die den Endpunkt der kurzen Reise darstellt. Das Zugschild hält dennoch, was es verspricht: Die Fahrt geht direkt „ins Blaue“. Der Himmel ist strahlend, die Sonne unerbittlich. Ich schaue aus dem Fenster. Der Zug knattert, rattert und nahezu jeder der vorbeilaufenden Spaziergänger schenkt der historischen roten Eisenbahn ein Lächeln – als wolle man, ein wenig gerührt, eine ergraute freundliche Dame, die sich schick gemacht hat, noch schnell im Vorbeigehen nett grüßen. Die Erklärung für diese wunderliche rote „Erscheinung“ ist ganz einfach und klingt eher nüchtern: Heute ist der „Frankfurter Tag der Verkehrsgeschichte“ und einige alte Busse, Straßenbahnen und Züge, die eigentlich nicht mehr im Einsatz sind, begaben sich zur Feier des Tages noch einmal auf große Fahrt. Nach fünf Minuten ist unsere Zeitreise in dem „roten Flitzer“ vorbei und wir sind wieder da, zurück in der Gegenwart.

Tag der Verkehrsgeschichte

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2 Gedanken zu “Fahrt ins Blaue.

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