Better than perfection

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Wunderschöne Streetart von Herakut (Jasmin Siddiqui und Falk Lehmann). Zu finden in der Stiftstaße (Nähe Eschenheimer Turm), Frankfurt. Entstanden:  Sommer 2013. Das Bild ist eine „Seite“ im  „Giant Story Book Project“. Mehr zu diesem interessanten künstlerischen Konzept und Vorhaben kannst Du, wenn Du möchtest,  in diesem Artikel des „Journal Frankfurt“ nachlesen: http://bit.ly/18XJvHQ

Worte auf den Straßen Manhattans

Es gibt so viele Arten New York zu erkunden. Man kann sich vom Menschenstrom mitreißen lassen und durch die Straßen eilen. Oder wie ein „Hans-guck-in-die-Luft“ die scheinbar endlos in den Himmel ragenden Wolkenkratzer beim Gehen betrachten. Man kann geruhsamen Schrittes durch den Central oder High Line Park schlendern und über den Kontrast von Natur und Stadt staunen, der auf eine wunderbare Art die perfekte Symbiose ergibt. Man kann sich in die Bars tümmeln unter der Erde oder auf den Dächern der Stadt und tanzen bis einem die Füße wehtun, weil man ohnehin schon den ganzen Tag gelaufen ist. In Coney Island Meerluft schnuppern, seine Füße in den Sand vertiefen, auf der Staten Island Farry die Skyline vom Wasser betrachten, auf der Brooklyn Bridge den Wind um die Ohren sausen lassen. In New York lohnt es sich definitiv immer nach rechts und links und vor allem den vielen verschiedenen Menschen ins Gesicht zu blicken und sich zu fragen: „Was ist Deine Geschichte?“. In kleine und große Gassen abzubiegen oder in die U-Bahn zu steigen, um in einer der vielen Welten New Yorks anzukommen, abzutauchen und dann hinterher direkt  ein paar Stationen weiter zu einem anderen kleinen Mikrokosmos zu fahren, das neue Überraschungen bereithält. Von Little China nach Little Poland. Im Grunde kann man also nichts falsch machen in New York, man muss nur offen für diese ewige Stadt der Zukunft sein und ihren Trubel gut leiden können.

Aber es lohnt sich manchmal auch auf seine Füße zu gucken, auch in dieser Stadt und somit auf den Bürgersteig auf den man läuft.  Denn so bin ich zufällig über eine Reihe wundervoller literarischer Zitate gestolpertert, die den Weg zur New York Public Library ebnen in der  41st Street von der Fifth Avenue zu der Park Avenue/Pershing Square. Den sogenannten „Library Way“. Die Bronze Tafeln mit den Zitaten, schmücken seit 1998 den Bürgersteig und wurden vom Künstler Gregg LeFevre entworfen.  Möchtest Du sie sehen? Dann lass uns gehen …

„The universe is made of stories, not of atoms“ (Muriel Rukeyser)

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„Information is light, information in itself, about anything, is light.“ (Tom Stoppard)

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„…ther are only two or three human stories, and they go on repeating themselves as fiercely as if they had never happend before …“ (Willa Cather)

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„A word is dead, when it is said, some say. I say it just begins to live that day.“ (Emily Dickinson)

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„Some books are to be tasted, others to be swallowed and some few to be chewed and digested.“ (Francis Bacon)

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„There are words like Freedom, sweet and wonderful to say. On my heartstrings freedom sings all day every day. There are words like Liberty, that almost make me cry. If you had known what I know, you would know why.“ (Langston Hughes)

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Das ist eine kleine Auswahl. Falls Du alle Bronze-Tafeln des „Library Way“ sehen möchtests, findest Du sie hier:  http://bit.ly/p9pz6K

So wir sind angekommen. Jetzt nichts wie rein in eine der schönsten Bibliotheken der Welt, bewacht von den zwei imposanten Löwen aus Stein. Vielleicht sollten wir uns  ja auch gleich einen Bibliotheksausweis besorgen. Hier weiß man nie. Vielleicht bleibt man ja doch länger …

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Leaving New York, never easy …

„Bitte, kehren Sie um.“ Dieser Satz liegt mir auf der Zunge, während ich mich im Taxi umschaue und die Wolkenkratzer Manhattans im Hintergrund langsam immer kleiner werden. Es scheint als würde sich von Sekunde zu Sekunde ein Vorhang immer mehr zuziehen, der eine ganze Welt voller Möglichkeiten einfach verschwinden lässt. Nur mit Mühe kann ich mich beherrschen, doch die Vernunft siegt. Ich schweige und der Taxifahrer fährt weiter Richtung JFK Flughafen, wie vorgesehen.

Ich füge mich der Realität. Diese Reise geht zu Ende. Das ist eine Tatsache. Aber New York, wird mich nie mehr loslassen.  Das weiß ich, seit meinem ersten Besuch. Das wird mir auch während dieses zweiten Abschieds wieder bewusst. Ich glaube fest daran, das mein Herz auf ewig schneller schlagen wird beim Anblick dieser Stadt. Ich werde mich immer nach ihr sehnen. Und nur ein Gedanke kann mich trösten und auf mich einwirken, wie eine magische Formel, während das gelbe Taxi immer weiter fährt: „New York, wir sehen uns wieder. Und wieder. Ganz bestimmt.“

Jetzt zu Hause in Frankfurt, meinem Frankfurt, dass mir so vertraut ist wie meine liebsten Hausschuhe, lächele ich müde aber gerührt bei dem Anblick seiner Hochhäuser, die mir zu sagen scheinen „Wir sind auch nicht so übel, Baby! Wenn Du auf Wolkenkratzer stehst, bist Du hier gut aufgehoben.“ Und ich weiß, dass es stimmt. Aber heute, jetzt, in diesem Moment, denke ich nur an diese eine Passage aus Walt Whitmans Gedicht: „Give me the Streets of Manhattan!“

Give me the Streets of Manhattan.

New York